
Einwohner: 17000
Referent: Klaus Ulm
Partnerschaftsbeginn: 1991 / 2002
Städtepartnerschaftsverein Burghausen, 84489 Burghausen
AG Hohenstein-Ernstthal, Sprecher Dr. Klaus Ulm, Robert-Koch-Str. 207, D-84489 Burghausen, Tel. +49 8677 2921, Fax 88 19 550
5.2.2010
11. Bürgerfahrt zum 500-Jahre-Hohenstein-Jubiläum
Der Städtepartnerschaftsverein Burghausen reist vom 10.-13.Juni 2010 zum 11. Mal mit einer öffentlich ausgeschriebenen Fahrt - auch für Nichtmitglieder und unsere österreichischen Nachbarn - in die sächsische Partnerstadt Hohenstein-Ernstthal am Nordrand des Erzgebirges. Anlaß für diese ungewöhnliche Sommerfahrt ist das 500. Hohensteiner Stadtjubiläum mit einem der Höhepunkte der Festwoche am Samstag. Der jüngere Stadtteil Ernstthal hatte vor wenigen Jahren erst sein 325. Gründungsjubiläum begangen. Seit 1898 sind die ursprünglich selbstständigen Städte vereint.
Auch ansonsten wird für die Fahrt wieder ein völlig neues Programm geboten: Stopps auf Hin- und Rückfahrt in Pilgramsreuth in Oberfranken bzw. Burg Skalna / Wildenstein in Tschechien mit Fahrten durchs Erzgebirge, Ganztags-Ausflug nach Jena, der Schiller-/Goethe-/Universitäts- und Glas-Stadt mit Führungen (historische Altstadt, Schott-Museum und das älteste, aber modernste Planetarium), Burg Polsterstein, Besichtigung einer mittelständischen Kaffeerösterei (unter dem Motto: Erfolgsrezepte und Probleme von Handwerk und Handel in unseren neuen Bundesländern), Stadtrundgang in Chemnitz (für Interessierte Besuch eines Matinee-Konzert im sehenswerten Opernhaus anlässlich Robert Schumanns 200. Geburtstag am 8.6.1810), Fahrt mit der historischen dampflok-betriebenen Fichtelberg-Schmalspurbahn nach Oberwiesenthal und dem traditionellen Partnerschaftsabend mit Freunden und Mitbürgern, diesmal im Übernachtungs-Hotel „Drei Schwanen“ im Zentrum von Hohenstein.
Weitere Informationen Anmeldung zur Fahrt unter Tel. 08677-2921 (Ulm).
Berichte über Veranstaltungen der nahen Vergangenheit 20 Lessing-Gymnasiasten begeistern 200 Burghauser Hinreißende Talentschau bei verrückter Komödie „Normal ist out“ im Bürgerhaus (s.a. BA vom 19.11.2009) Es begann für die Veranstalter alles ganz „normal“: Der Hauptdarsteller drohte mit Grippe auszufallen, der Bürgersaal schien mit 150 Plätze bei der Veranstaltungsdichte in der Stadt zu großzügig bestuhlt, der Wetterbericht kündigte für die Burgführung am Sonntag Dauerregen an. Aber es kam alles ganz anders für die Kunstprofil-Klasse des Hohenstein-Ernstthaler Lessing-Gymnasiums, denn „normal war out“ an diesem Wochenende. Der Hauptdarsteller der Komödie „Normal ist out“ Markus Heidner riß seine fulminant wie aus einem Guß agierende Truppe in eine rasante Szenen-Folge der ganz normal gewordenen Verrücktheiten in unserem modernen Leben mit. In der Rolle des Onkels Theobald Spiller, der seine als Kellnerin in einer kleinen Pension mit Dauergästen jobende Nichte besucht, wird er gezwungen, sich den Eigenarten und Lebensträumen dieser Gäste anzupassen. Denn gemeinsam mit der gerissenen Putzfrau (Sarah Uhle) spielt seine Nichte (Laura Ackermann), die der Onkel als bereits fertige Ärztin wähnt, ihm die Rolle der Leiterin einer Spezial-Therapieanstalt nur vor. Und die vortrefflich charakterisierten Gäste sind danach: Ein Computerfreak, eine Feng-Shui-Fanatikerin, ein Börsenspekulant, ein Superstarlet, ein Weltreisender, eine Schauspielerin, ein moderner Künstler, ein Mediziner, eine Modebesessene, ein Sensationsreporter und eine Redakteurin verwirren den Onkel permanent. Dank seiner geistigen und körperlichen Gewandtheit – er ist auch im normalen Leben ein durchtrainierter Sportler – überlebt er letztlich unbeschadet. Dies alles wurde nach dem Konzept und Text der Fachlehrerin Sabine Kühnert unter Mitwirkung des Kunstlehrers Klaus Kux als Theaterprojekt von den Schülern der 10. Jahrgangsstufe des Lessing-Gymnasiums bearbeitet und umgesetzt. Was an dem Gastspiel besonders faszinierte, war die geschlossene Leistung des Ensembles und aller Mitwirkenden. Das wurde auch bei den Tanzszenen und den perfekten Video-Einblendungen deutlich. Diese zeigten zum Schluß in raffiniert umgesetzter Technik, was aus den Lebensträumen der Pensionsgäste letztlich erfolgreich wurde. Langer Applaus und Anerkennung durch stattliche freiwillige Spenden der nahezu 200 Besucher dankten nach der grandiosen Vorstellung den Schauspielern. Die Zuwendung wird für die zukünftige Theaterarbeit der sächsischen Schule und für das Ägypten-Projekt „Müllkinder in Kairo“ des Aventinus-Gymnasiums verwandt werden. Ganz normal fand am Sonntag die abschließende Altstadt- und Burgführung der Theatertruppe bei strahlendem Wetter statt. Die Mauer in den Köpfen fällt (s.a. BA vom 25.11.2009) Nur eine Woche nach der Premiere in der sächsischen Partnerstadt Hohenstein-Erntstthal führten der Leistungskurs Kunst des Lessing-Gymnasiums und der Leistungskurs Sozialkunde/ Geschichte des Aventinus-Gymnasiums ein zweites Mal die Theaterperformance "Wir sind deutsch" diesmal am AVG auf. Das umfassende Konzept stammte vom Lehrer Stefan Angstl. Mit vielen Bananen-Schachteln, auch das schon DDR-symbolträchtig, wurde ein schneller Ritt durch die Geschichte Deutschlands dargestellt. Angefangen vom Beginn des Streits zwischen sächsischen Kaisern und bayerischen Herzögen im Mittelalter bis hin zur zeitgleichen Verleihung der Königskrone in Sachsen und Bayern im Gefolge der Napoleonischen Kriege reichte die Spanne. Aber auch die moderne Zeit des 20. und 21. Jahrhunderts wurde in der Beziehung der beiden Partnerstädte und der beiden Bundesländer berücksichtigt. Mit den Schachteln bauten die Schülerinnen und Schüler Kirchen, stellten die Bombenangriffe auf Dresden nach oder errichteten für 1961 die Mauer. Symbolisch wurde diese zuerst mit den Briefkunst- (Mailart-) Beispielen des Kunsterziehers Klaus Kux angeknackt und schließlich in Erinnerung an der Mauerfall vor zwanzig Jahren gemeinsam zerstört. Drastisch wurde auch dargelegt, wie sich der in der Realität völlig Unverdächtige damals in den Schlingen der Stasi verfangen konnte und bedrückend bespitzelt wurde. Um aber auch daran zu erinnern, dass noch nicht alle Mauern in den Köpfen abgebaut werden konnten, wurde dies extra herausgearbeitet. Nach einer künstlichen Mauer um das reiche Europa herum, übernahmen es die Schüler zum Abschluss, ein Mauer-Kunstwerk als Zeichen der Erinnerung aus den Schachteln zu konstruieren. Neben dem durchaus ernsten Anliegen der Wiedervereinigung konnte so das aufmerksame Publikum mit einer dynamischen und humorvollen Performance unterhalten werden, bei der auch der Körpereinsatz nicht zu kurz kam. Der Burghauser Partnerschaftsverein förderte das Projekt, wie auch besonders alle anderen Jugend-Aktivitäten zwischen den Städten. Das Engagement aller Mitwirkenden erkannte ein bewegtes Publikum an. Eine Anregung zum Dankeschön kam jedoch von den Zuhörern:"Ihr hättet auch am Ausgang eine kleine Schachtel aufstellen sollen, sie wäre voll geworden !" Und am Rande der Veranstaltung wurde der AG-Sprecher Klaus Ulm einen Frust los: Ihm hatte ein feiger Mitbürger einen anonymen Brief mit unhaltbaren Vorwürfen wegen seiner Kritik an Vorgängen während der Einweihung im "Park der Deutschen Einheit" auf einer eleganten Schreibmaschine geschickt. "Ich liebe Kritik, nehme aber auch gerne mein Grundrecht auf Selbstverteidigung war." Kurzer Bericht über den Karl-May-Abend des Städtepartnerschaftsvereins (s.a. BA vom 27.11.2009) Ein durchwegs mittelalterliches bis gesetztes Publikum besuchte den Karl-May-Abend des Städtepartnerschaftsvereins im Bürgerhaus. Die Harry-Potter-Generation fehlte. In humorvoller und äußerst detail-verliebter Weise verband der Referent André Neubert die historische Zeitgeschichte mit dem Leben Karl May’s (1842-1912) in seiner Geburtsstadt Hohenstein-Ernstthal. Neubert ist eine international bekannte und wirkende Größe in der Abenteuerwelt des Schriftstellers. Er leitet Karl-May-Museum und -Begegnungsstätte, sowie ehrenamtlich den Geschichtsverein der Partnerstadt. Karl May’s Lebensbeschreibung vom Start als armer Webersohn über seine Lehrer-Ausbildung und -Tätigkeit, die Hintergründe seiner mehrfachen Gefängnis-Aufenthalte bis hin zum Besitzer einer Villa in Radebeul beleuchtete Neubert mit einem umfangreichen Bilderrundgang zu seinen Wirkungsstätten. Auch seine Amouren – May war zweimal verheiratet – beschrieb er. Die meisten Länder seiner Romane hat der Schriftsteller nie gesehen. Der Referent bot viel Stoff zum Nachfragen und für weitere Vortragthemen. Auch seinen Urlaub verbindet Neubert übrigens mit Recherchen: Auf der Höhe seines Urlaubsziels – er stoppte zum Vortrag in Burghausen auf der Durchreise nach Kaprun – am Kitzsteinhorn soll eine Karl-May-Gedenktafel stehen. Dem will er nachgehen. Abschließend wurde den Besucher im Bürgerhaus ein schwieriger Wissenstest zur Karl-May-Literatur vorgelegt, bei dem nach erfolgreicher Rückgabe im Bürgerhaus bis 30.11.2009 kleine Preise zu gewinnen sind.
Aktuelle Termine in Burghausen:
05.12.2009 um 14.00 Uhr Vorweihnachtsfeier des SPV im Bürgersaal.
26.01.2010 um 19 Uhr Nachtreffen zur 10. Städtefahrt nach Hohenstein-Ernstthal (8.-11.10.2009) für alle Teilnehmer, Mitglieder und Interessierte im Gartensaal, Bürgerhaus Burghausen, mit "Glückauf"-Schwarzbier-Ausschank und Ausblick auf die Fahrten in 2010.
Aktuelle Termine in der Partnerstadt:
(siehe dazu auch den ausliegenden Veranstaltungsplan der Stadt Hohenstein-Ernstthal am Ständer in unserem Bürgerhaus)
07. – 09.11.2009 Exkursion Stefan Angstl mit Leistungskurs-Schülern nach H.-E. zur Erarbeitung einer Performance „Mauerfall“ mit dem dortigen Lessing-Gymnasium.
9. - 15.11.2009 Friedenswoche „20 Jahre friedliche Revolution" in der St. Christophori-Kirche
12. - 13.12.2009 Traditioneller Weihnachtsmarkt im Zentrum und am Altmarkt
6. - 13.6.2010 Festwoche "500 Jahre Stadt Hohenstein"
Reisetermine nach Hohenstein-Ernstthal in 2010:
Die traditionelle Städtefahrt im Herbst ist diesmal vom 30.9. - 3.10.2010 geplant. Ob sie stattfindet, entscheidet sich allerdings erst im Sommer 2010.
Denn zuerst wird eine Bürgerfahrt anläßlich der Festwochen zur 500. Stadtgründung vom 10. - 13. 6. 2010 organisiert.
Genaueres wird Anfang 2010 in den Medien und per Rundschreiben veröffentlicht. Beachtenswerte Ziele außerhalb von Hohenstein-Ernstthal werden Chemnitz (auch mit Besuch eines Konzerts im renommierten Operhaus), eine Fahrt mit der historischen, dampfbetriebenen Fichtelbergbahn und Jena (mit Besichtigung von Stadt und Schott / Jenaer Glas, bis vor kurzem zum Wacker-Imperium gehörig) sein.
Unsere Reise-Philosophie: Der Städtepartnerschaftsverein bekommt für seine Fahrten in die Partnerstadt erhebliche Zuschüsse der Stadt (unsere Steuergelder). Dies verpflichtet mich als Organisator (und auch etwas Sie als Teilnehmer/Nutznießer): zu Übernachtungen stets in der Partnerstadt, zu einem engen Programm mit optimalen Begegnungen mit Menschen, kulturellen Schätzen, Besonderheiten, Einrichtungen und Problemen (von Fahrt zu Fahrt wechselnd, um auch für „Wiederholer“ interessant zu sein). Dazu gehört aber auch die Förderung der Kontakte unter den Teilnehmern (gemeinsame Mahlzeiten) aus Burghausen und Umgebung, die sich oft genug noch nicht kennen. Und es gehört dazu, dass trotzdem etwas angemessener individueller Spielraum bleibt. In diesem Sinne sind unsere Fahrten anspruchsvolle Studienreisen zur nachweisbaren Vertiefung und ständiger Erweiterung der Partnerschaft. Sie sollen durch ihre Reichhaltigkeit und Angebotsvielfalt, quasi als Schnupperreisen anregen, später auf eigene Faust die Partnerstadt, die Umgebung, das Erzgebirge zu erkunden. Reine Urlaubs- und Erholungsreisen sind daher unsere Fahrten ausdrücklich nicht. Solche Reisen, auch in sächsische Städte, machen alle Reisebüros maßgeschnei-dert für jeden Anspruch.
(siehe dazu die Homepage der Partnerstadt)