Hohenstein-Ernstthal

Zahlen und Fakten

  • Einwohner: 17000
  • Referent: Klaus Ulm
  • Partnerschaftsbeginn: 23.9.2002

Allgemeine Informationen

3.6.2013

Aktuelles

Bericht über die 14. Bürgerfahrt nach Hohenstein-Ernstthal

(siehe auch kürzeren Bericht im BA vom 3.6.2013)

 Ein gelungener Versuch war es, die heurige Bürgerfahrt einmal in die Ferienzeit um Pfingsten herum zu verlegen. Der Brodschelm-Bus war voll, 2 weitere Interessierte folgten ihm im eigenen Auto, kalt war’s wie daheim und Regen beeinträchtigte das Programm nur gegen Null. Der überraschende Höhepunkt kam dann nach dem Naturerlebnis am vulkanischen Basalt-Kegel  „Parkstein“ und dem Stopp an der weltmodernsten Sprungschanze „Vogtland-Arena“ bei Klingenthal gleich am ersten Abend. Die 57 Burghauser konnten die andrängenden Freunde der Partnerstadt nur mit Mühe an ihren Tischen unterbringen, rund 130 Personen füllten schließlich den Saal und die Logistik des Hotels war diesem Andrang kaum gewachsen. Den erfreulichen Grund erkannte Oberbürgermeister Lars Kluge in seiner gemeinsamen Begrüßung mit der Rhododendren-Prinzessin Samantha I.: „Kann man deutlicher zeigen, dass unsere Partnerschaft lebt ? Mein Dank gilt den nimmermüden Organisatoren in unseren beiden Städten“. Bei vielen Gesprächen klang dann ferner an, wie die Reisebegleitung bei den Stadtreisen der Sachsen nach Fumel und Ptuj durch Uwe Kersten zu diesen Erfolgen der Städtepartnerschaft mit Hohenstein-Ernstthal beigetragen hat. So gab auch Erich Homilius, der Ex-OB, dem Abend die Ehre.

Am Freitag glänzte dann der Stadthistoriker Dieter Krausse mit einer Einführung in die Stadtgeschichte der besonderen Art. Er verband die Namensänderungen (Beispiel: nacheinander Bismarck-, Bahnhofs-, Adolf-Hitler-, Karl-Marx-, Kant-Str.) wichtiger Ortsstraßen nicht nur mit der örtlichen Historie, sondern auch mit Entsprechendem in Burghausen. Die Erstbesucher folgten dann dem unerschöpflichem Wolfgang Hallmann auf dem Gang durch die Stadt, während sich die 2. Gruppe an der kabarettreifen Führung von Pfarrer Heinz Schlamber durch seine Pius-X.-Kirche ergötzte. Gemeinsam genossen die Burghauser danach den Pfaffenberg in voller Rhododendren-Blüte und Exotisches (Taschentuchbaum) im Dendrologischen Lehrpfad mit seinem begeisterten “Betreuer“ Uwe Kemter. Die Vielfalt des Angebots der Region machte das Programm des Nachmittags und des Samstags (s. a. Internet unter www.staedtepartnerschaft-burghausen.de)  den Besuchern deutlich. Nacheinander wurden die Besuchergruppen an der Miniwelt/Mikrokosmos, dem Freiland-Landschaftspark der Miniaturen berühmter Bauwerke, und dem Daetz-Centrum, dem Holzskulpturen-Museum aus allen Kontinenten im Lichtensteiner Schloß abgesetzt. Die 3. Gruppe hatte das VW-Golfwerk Mosel bei Zwickau zum Ziel. Es beeindruckte durch die kilometerlangen, weitgehendst automatisierten Produktionsbänder mit ihren Schweiß- und Kleb-Robotern und der durchdachten Montage-Reihenfolge von der Bodenplatte bis zum fahrbereiten Fahrzeug. Da die begeisterten Führer, versierte ehemaligen leitende Mitarbeiter kaum zu bremsen waren, mussten die beiden ersten Gruppen, hinzu kam der Abendverkehr, auf dem Heimweg leider Wartezeiten in der deutschlandweiten Kälte erdulden. Am Samstag folgte dann wenigsten regenfreies Wetterglück. Die gotische Wehrkirche Ebersdorf mit ihren Fresken, die Schlosskapelle und der Barockgarten Lichtenwalde stachen hier heraus. Eine fast einstündige Rundfahrt durch Chemnitz mit Highlights vom „Steinernen Wald“ der Vorgeschichte bis zum Karl-Marx-Denkmal und der Entwicklung zum modernen Chemnitz beendete den offziellen Tag. Einige fuhren in den Lampertus-Schacht in Ernstthal ein, andere besuchten Museen und das unterkühlte, später sogar abgesagte Karl-May-Fest. Fred Starflinger und seine Frau Marianne allerdings hatten noch harte Arbeit als Mitglieder der Jury zu leisten, die die besten Köche des „Batzendorfer Gulasch-Wettbewerbs“ auswählen mußten. Auch die Heimfahrt am Sonntag wurde mit Kultur angereichert: Das hohe ehrenamtliche Engagement eines Fördervereins zeigten die Führer durchs Webereimuseum Crimmitschau und der „Barock in Luhe“ glänzte in der dortigen oberpfälzer St. Martins-Kirche.

Übrigens: Zwei neue Termine sind schon im Angebot des SPV: Der Reiserückblick mit Schwarzbier und Suppe aus der Ernstthaler Gulasch-Kanone am 18.7.2013 um 18 Uhr im Bürgerhaus und die 15. Bürgerfahrt vom 25.-28.9.2014, Reisekosten ca. 230 € im DZ, ca. 280 € im EZ (Programm-Ausblick schon am vorstehenden Termin)

 

 

Ausführliche Fassung des Berichts im BA vom 5.5.2012

„Bayern und Österreich mit sächsischen Augen – Gäste aus der Partnerstadt besuchen die Landesausstellung“

Vom Mittelalter über den Wiener Kongreß bis zu den Waldrapps
Besucher aus Hohenstein-Ernstthal genießen die Landesausstellung(en) und ihr Umfeld

Die Landesausstellung lockte gleich zu Beginn eine erste Gruppe aus der Partnerstadt Hohenstein-Ernstthal nach Burghausen. Interessierte des Kultur- und Kunstvereins weilten vier Tage in der Stadt, an ihrer Spitze die Kulturamts-Leiterin und Partnerschafts-Beauftragte Heidrun Günther, die Chefin des Textil- und Rennsport-Museums, Marina Palm, und der Künstler und Leiter des Kulturvereins.

Es begann mit einem Altstadtrundgang, einer Besichtigung der Ku-Max-Aula, dem “Kräftesammeln” am Stadtplatz und dem Verdauungs-Spaziergang über den Burgsteig zur Hauptburg. Es folgte die Begrüßung durch Museumsleiterin Eva Gilch und eine fachkundige Wanderung durch die ausgedehnten, zum Teil neuen Räumlichkeiten der Burghauser Ausstellung durch eine vom Haus der Bayerischen Geschichte speziell geschulte Fachkraft. Beeindruckt waren die Gäste nicht nur von den herausragenden Exponaten und ihrer eindrucksvollen Präsentation, sondern auch von den Möglichkeiten, die sich nach Ende der Ausstellung für das Stadtmuseum nachhaltig bieten. Diese Nachhaltigkeit der Investitionen wurde besonders auch am nächsten Tag in Österreich deutlich, in den so unterschiedlichen historischen Ensembles des Klosterareals in Ranshofen und des Mattighofner Schlosses am Stadtplatz. Den Besuchern fielen hierbei auch die unterschiedlichen Konzepte der bayerischen und österreichischen Ausstellungs-Gestalter auf, die immer neue Einblicke ins sich wandelnde Leben der Bevölkerung gaben und Wiederholungen vermieden. Auf dem Wege von Ranshofen nach Mattighofen lernten die Besucher nicht nur die Wallfahrtskirche in Hart, sondern im Wirtshaus Gerner daneben auch den Stellenwert einer echten Jause schätzen.

Die Zeit wurde aber von den sächsischen Gästen auch genutzt, um die weiteren Vorhaben anläßlich des heurigen 10-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft mit Bürgermeister Hans Steindl, Stadtverwaltung und Touristik zu besprechen, im Liebenweinturm die Kontakte zur Künstlergruppe “Die Burg” im Gespräch mit Gunter Junghans neu zu beleben, sowie Raitenhaslach, Marienberg und das Waldrapp-Projekt kennenzulernen.

An der feierlichen Eröffnung der Landesausstellung in der Wackerhalle und auf der Burg hatten selbstverständlich schon vorher Oberbürgermeister Erich Homilius und sein Stellvertreter, der Beigeordnete Lars Kluge, teilgenommen. Letzterer ist bis dato der einzige schon designierte OB-Kandidat für die Bürgermeister-Neuwahl in Hohenstein-Ernstthal am 9.9.2012. Er genoß Burghausen das erste Mal. Auch der Kreisrat Georg Graf von Schönburg-Glauchau war mit Gattin der offiziellen Einladung gefolgt.